01
Vergebliche Liebe
Dein schönes Haar, so weich, so fein,
lässt deine ganze Schönheit sein.
Ich weiß, dein Herz gehört der andern,
drum muss das meine traurig wandern.
Du einzige Liebe, helles Licht,
die letzte Stunde naht mir dicht.
Der Tod rückt näher, Schritt für Schritt;
ich schlage ein Kreuz und nehme Abschied mit.
Bald liege ich tief unter der Erd,
ein leiser Frost durch Mark und Bein mir fährt.